Deutschlands Kader zur WM 2026 — Nagelsmanns große Auswahl
Die Weltmeisterschaft rückt näher. In weniger als zwei Monaten — am 11. Juni 2026 — startet das größte Fußball-Turnier der Welt in Mexiko, den USA und Kanada. Und Julian Nagelsmann muss eine der wichtigsten Entscheidungen seines Trainerberufs treffen: Wer sind die 23 Spieler, die Deutschland vertreten?
Die Namen sind bekannt. Die Qualität ist unbestritten. Aber der Platz ist begrenzt. Hier ist die Vorschau auf Deutschlands Kader zur WM 2026.
Wann kommt die Kader-Ankündigung?
Nagelsmann wird seinen Kader etwa vier Wochen vor dem Turnier-Start verkünden — also irgendwann zwischen Ende Mai und Anfang Juni 2026. Das ist Standard bei der FIFA und gibt den Trainern Zeit für letzte Testspiele und die finale Vorbereitung.
Das heißt: In den nächsten Wochen sind Testspiele kritisch. Verletzungen, schlechte Leistungen oder unerwartet gute Displays können alles entscheiden. Jedes Spiel könnte eine Last-Minute-Chance für einen außenseiter Kandidaten sein.
Die garantierten Spieler
Es gibt einige Namen, die so gut wie sicher sind:
Tor:
- Manuel Neuer (Bayern München) — Der Captain, der Routinier. Es wäre eine massive Überraschung, wenn Nagelsmann ohne seinen bewährten Keeper antreten würde.
- Jamal Musiala… Nein, Moment, das ist falsch. Musiala ist ein Feldspieler.
Abwehr (die Säulen):
- Joshua Kimmich (Bayern München) — Der universelle Defensivgenie. Defensives Mittelfeld oder Rechtsverteidiger, Kimmich macht alles.
- Antonio Rüdiger (Real Madrid) — Weltklasse-Innenverteidiger. Ein Leitwolf in der Abwehr.
- Mats Hummels (Borussia Dortmund) — Der Kopfballkönig. Defensive Kraft im Luftspiel.
Offensiv (die Stars):
- Florian Wirtz (Bayer Leverkusen) — 21 Jahre alt, bereits einer der besten Spieler der Welt. Linksfuß, Tempo, Tore. Er wird die Außenbahn terrorisieren.
- Jamal Musiala (Bayern München) — Das Talent. Elastische Bewegungen, Ballkontrolle, Tempo. Musiala ist das, worauf ganz Deutschland hofft.
- Kai Havertz (Arsenal) — Ein Unruhestifter. Kann überall spielen: links, rechts, zentral, falsche Neun. Nagelsmann wird ihn lieben.
- Serge Gnabry (Bayern München) — Erfahrung und Qualität. Ein zuverlässiger Flügelspieler.
Mittelfeld:
- Toni Kroos (Real Madrid) — Wenn Kroos fit ist, wird er spielen. Sein letztes großes Turnier. Ein Weltklasse-Passer.
- İlkay Gündoğan (Manchester City) — Verlinkt Abwehr und Angriff. Ein moderner Mittelfeld-Dirigent.
Das sind so etwa 11-12 Spieler, die beinahe garantiert sind. Der Rest ist umstritten.
Die Kampfplätze — Wer kämpft um die restlichen Plätze?
Stürmer — Das größte Fragezeichen:
- Niclas Füllkrug (Werder Bremen) — Der spätgekommene Stürmer. Mit 30 Jahren ist er gerade in Form. Hat er verdient, zur WM zu fahren? Oder ist er nur ein Bundesliga-Schütze?
- Youssoufa Moukoko (Borussia Dortmund) — Das Jungtalent. Schnell, hungrig, aber noch unerprobt auf internationaler Bühne. Kann er bei der WM liefern?
- Lewa? Nein, Robert Lewandowski ist nicht mehr dabei. Seine Zeit ist vorbei.
Linkes Mittelfeld — Wer spielt neben Wirtz?
- Leroy Sané (Bayern München) — Schnell, technisch. Aber verletzungsanfällig. Ist er zur WM fit?
- Kingsley Coman (Bayern München) — Ähnliche Geschichte wie Sané. Talent, aber Fitness?
- David Raum (RB Leipzig) — Der Linksverteidiger, der attackieren kann. Eine Alternative.
Innenverteidiger — Das dritte Ich der Abwehr:
- Niklas Süle (Borussia Dortmund) — Der physische Innenverteidiger. Stark im Luftspiel, aber etwas schwerfällig mit dem Ball.
- Jonathan Tah (Bayer Leverkusen) — Jung, dynamisch, ballsicher. Passt zu Nagelsmanns Spielweise.
- Robin Koch (Eintracht Frankfurt) — Eine weitere Option. Weniger berüchtigt, aber solide.
Rechtsverteidiger — Die Außenlinie stabilisieren:
- Benjamin Henrichs (RB Leipzig) — Defensiv sicher, schnell.
- Jesurun Holm (1. FC Köln) — Ein Außenseiter, aber eine Option.
Nagelsmanns taktisches Rätsel
Nagelsmann steht vor einem klassischen Trainers-Dilemma: Breite oder Tiefe?
Breite bedeutet:
- Viele Optionen für jede Position
- Flexibilität im Turnier
- Aber auch geteilte Spielzeit und mögliche Frustration
Tiefe bedeutet:
- Klare Stammkräfte mit weniger Wechseln
- Ein scharf eingestelltes Team
- Aber weniger Flexibilität, wenn Spieler ausfallen
Bei einer WM mit 48 Teams — und neuer K.O.-Phase — braucht Deutschland Breite. Mehr Spiele, mehr Gegner, mehr Variabilität. Das heißt: Nagelsmann wird ein großes Kader zusammenstellen und die besten 23 wählen.
Die offenen Fragen
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Wer ist Deutschlands Stürmer Nummer eins? Füllkrug oder Moukoko? Oder versucht Nagelsmann, Musiala oder Wirtz als falsche Neun einzusetzen?
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Wie viele Bayern-Spieler? Bayern München dominiert. Neuer, Kimmich, Sané, Gnabry, Coman, Müller (ja, Thomas Müller könnte auch dabei sein). Ist das eine Stärke oder eine Schwäche — zu viel Bayern-DNA?
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Verletzungen — wer fällt aus? Kroos, Sané, Coman — alle haben Verletzungsgeschichte. Wer ist fit zum Turnier?
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Der Dark Horse — wer überrascht positiv? Jedes großes Turnier hat einen Spieler, der unerwartet gut spielt. Wird es Raum sein? Oder ein junger Spieler wie Moukoko?
Das Fazit — Favoritenschreck oder Favorit?
Deutschland hat die spielerische Qualität für einen WM-Titel. Musiala, Wirtz, Kimmich, Kroos — das ist keine Gruppe von Durchschnittsspielern. Das ist Weltklasse auf mehreren Positionen.
Aber Qualität allein gewinnt keine Turniere. Gesundheit, Chemie und Timing gewinnen Turniere.
Wenn Nagelsmann die richtigen 23 Spieler wählt — und wenn diese Spieler gesund bleiben — kann Deutschland tief ins Turnier gehen. Nicht als überwiegender Favorit, aber als einer der Top-Konkurrenten.
Die nächsten Wochen werden zeigen, wer dazugehört. Jedes Testspiel wird kritisch. Jede Verletzung ein Desaster. Jede gute Leistung ein Ticket zur WM.
Nagelsmann hält die 23 Namen in den Händen. Die Frage ist nur: Wen nimmt er mit?