Es gibt Dinge, die man einfach weiß, auch wenn niemand sie laut sagen will. Real Madrid hat die Champions League 2025 bereits gewonnen. Der Ball muss nur noch im Finale über den Rasen rollen.
Der Elefant im Raum
Jeder große europäische Klub hat monatelang auf Pressekonferenzen so getan, als sei „alles möglich” und „Fußball unberechenbar”. Währenddessen macht Madrid, was sie seit Jahrzehnten tun: gewinnen, wenn es darauf ankommt, jeden eliminieren, der im Weg steht, und Leistungen abrufen, die jeder fußballerischen Logik trotzen.
Das ist keine Magie. Das ist eine Siegerkultur. Und die kann man nicht improvisieren.
Der Rest Europas hat ein Mentalitätsproblem
PSG hat den teuersten Kader der Welt. Manchester City hat den brillantesten Trainer des letzten Jahrzehnts. Bayern hat Geschichte und Ressourcen. Und was passiert, wenn sie auf Madrid in einer K.o.-Runde treffen?
Sie brechen zusammen.
Das ist kein Zufall. Es ist ein Muster, das sich Saison für Saison wiederholt. Es gibt Klubs, die reihenweise nationale Titel gewinnen und dann nach Europa kommen, um zu beweisen, dass sie echtem Druck nicht standhalten können. Madrid lebt für diesen Druck.
Das Argument, das wehtut
Die Leute sagen, Madrid habe Glück. Dass die Auslosung sie immer begünstigt, der Schiedsrichter ihnen hilft, der Gegner immer Verletzte hat. Als wären 15 Champions-League-Titel eine Art statistischer Zufall.
Glück wird erschaffen. Es wird erschaffen, indem man über Jahrzehnte Mentalität trainiert. Es wird erschaffen, indem man Spieler verpflichtet, die genau diesen Titel gewinnen wollen. Es wird erschaffen, indem man eine Vereinsidentität aufbaut, die Trainer, Direktoren und Spielergenerationen überdauert.
Kann irgendwer sie stoppen?
Technisch gesehen, ja. An jedem gegebenen Abend kann jedes Team Madrid schlagen. Aber in einer Champions-League-K.o.-Runde braucht man mehr als elf Qualitätsspieler. Man muss daran glauben, dass man sie schlagen kann, wenn man in der 85. Minute 0:2 zurückliegt. Man muss wissen, was zu tun ist, wenn der Schiedsrichter gegen einen pfeift. Man braucht eine Geschichte von Siegen, die einem sagt, dass es möglich ist.
Sehr wenige Klubs haben das. Madrid hat es in der DNA.
Die unbequeme Prognose
Madrid wird den Pokal in dieser Saison holen. Nicht als mystische Prophezeiung, sondern als logische Schlussfolgerung, wenn man den Spitzenfußball lange genug beobachtet.
Und wenn sie es tun, werden Millionen gegnerischer Fans erklären, warum es eigentlich Glück war, der Schiedsrichter oder irgendetwas anderes. Wie immer.
Währenddessen denkt man in Valdebebas bereits an den nächsten Titel.
Der Provokateur schreibt Meinungskolumnen über Fußball für Lorvero. Seine Thesen sind bewusst provokant. Diskussion erwünscht.